Sozialmanagement

Das Sozialmanagement ist ein wesentlicher Teil des Gesamtkonzepts und soll im Haus Passerelle gemeinschaftsbildende, integrierende und konfliktlösende Aufgaben übernehmen. Dabei fördert es das Miteinander der geflüchteten neuen und der alteingesessenen Stadtteilbewohnenden. Das Projekt ist partizipativ angelegt und soll Bedürfnisse der geflüchteten und nichtgeflüchteten Haus-Bewohnenden, der Nachbarschaft und anderer Menschen und Gruppen im Quartier berücksichtigen und vermitteln.

Dazu wird ehrenamtliches Engagement mit professioneller Unterstützung verknüpft. Inklusion wird Wirklichkeit: Geflüchtete, weitere Hausbewohner und Menschen aus Nachbarschaften gestalten kleine Übergange im gemeinsamen Tun in der Werkstatt und im Nutzgarten: Freizeitgestaltung, Kontakt und etwas produzieren zugleich.

Das Sozialmanagement konzipieren und entwickeln wir gemeinsam mit dem Tübinger Institut für Gesundheitsförderung und Sozialforschung e.V., kurz X-IGS (ein gemeinnütziger Tübinger Verein) und dem Sozialwissenschaftlichen Institut Tübingen SOWIT.

Sowohl für die Förderung des Miteinanders im Haus, in der Nachbarschaft und im Quartier, für Aktivitäten und immer wieder neue „Brückenschläge“ in den Stadtteil ist das Sozialmanagement ebenso zuständig, wie für „Störungen“ der sozialen Gesundheit und entstehende Schwierigkeiten, also z.B. dafür, unterschiedliche Interessen zu vermitteln oder Konflikte gemeinsam zu regeln.

Dabei kooperiert es eng mit Institutionen und Organisationen im Quartier und in der Stadt Tübingen: mit der Kirchengemeinde St. Michael, dem Asylzentrum, Lorettina e.V., Arbeitskreis Asyl Südstadt usw.

Im Fokusbezug auf Aspekte der sozialen Gesundheit kümmert sich das Sozialmanagement gleichermaßen um Faktoren sozialer Gesundheit für bereits Ansässige wie für Ankommende:

  • Wie lässt sich die soziale Gesundheit der neu Zugezogenen verbessern?
  • Wie fördern die neu zuziehenden Menschen und Gruppen die bereits Ansässigen in ihrer sozialen Gesundheit?

Konkret stellt das Sozialmanagement im Projekt diesbezüglich Fragen und versucht, diese gemeinsam mit den Beteiligten zu beantworten, etwa bezogen auf das Thema der Nachbarschaft:

  • Wie leben wir in der Nachbarschaft miteinander?
  • Wie wollen wir miteinander leben?
  • Was schätze ich an Nachbarschaft? Was vermisse ich? Was tue ich dafür?

Soziale Gesundheit wird dann gefördert, wenn mehr gemeinsame Nenner für das soziale Miteinander gefunden werden.

So ergeben sich im Projekt und durch die Arbeit des Sozialmanagements vielfältige Anknüpfungspunkte und Impulse für soziale Bezüge, Bindungen und Vernetzungen im Quartier.

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