Schaffen

SpendepasserelleschafftPasserelle schafft… Das Tun, Handeln, Anpacken und Machenkönnen ist hier Konzept. Denn Passerelle will Geflüchteten nicht nur Wohnraum bieten, sondern ihnen auch beim Heimisch-Werden helfen und zu ihrer Integration beitragen. Deshalb gibt es in Passerelle Räume und Orte, an denen die Bewohner zusammenkommen, zusammenfinden und sich neu (er)finden können.

Das Haus Passerelle ist so etwas wie die „Hardware“ des Projekts. Wenn das Haus bezogen ist, geht das Schaffen weiter: berufliche, ehrenamtliche und Honorarkräfte werden im Projekt arbeiten. Schwierig, das auf einen Begriff zu bringen, es ist soziales, praktisches Schaffen. In der Werkstatt kann geschreinert, genäht, getöpfert und repariert werden. Um das Haus herum und auf dem Dach des Hauses wachsen Pflanzen, die von den BewohnerInnen gepflegt und genutzt werden.

Passerelle_schafftDas Schaffen, das praktische Arbeiten hilft, den Tag zu strukturieren und Verantwortung zu übernehmen. Außerdem lernt man sich besser kennen, wenn man gemeinsam ein Hochbeet schreinert, Erdbeeren erntet oder Blumen gießt. Ziel ist das neue Miteinander und: „Wir schaffen das!“

Das Projekt ist partizipativ angelegt und soll Bedürfnisse der geflüchteten und nichtgeflüchteten Haus-Bewohnenden, der Nachbarschaft und anderer Menschen und Gruppen im Quartier berücksichtigen und vermitteln.

MANUELADas Schaffen, die Ansätze und die Idee von Passerelle werden durch verschiedene Teilprojekte verwirklicht:

Ein Ziel und ein Ansatzpunkt im Projekt ist die Förderung der Gesundheit; insbesondere die sozialen Aspekte stehen dabei im Vordergrund. Dabei kümmert sich die praktische Arbeit im Projekt gleichermaßen um Faktoren sozialer Gesundheit für bereits Ansässige wie für Ankommende:

  • Wie lässt sich die soziale Gesundheit der neu Zugezogenen verbessern?
  • Wie fördern die neu zuziehenden Menschen und Gruppen die bereits Ansässigen in ihrer sozialen Gesundheit?

Konkret stellt das Projekt diesbezüglich Fragen und versucht, diese gemeinsam mit den Beteiligten zu beantworten, etwa bezogen auf das Thema der Nachbarschaft:

  • Wie leben wir in der Nachbarschaft miteinander?
  • Wie wollen wir miteinander leben?
  • Was schätze ich an Nachbarschaft? Was vermisse ich? Was tue ich dafür?

Soziale Gesundheit wird dann gefördert, wenn mehr gemeinsame Nenner für das soziale Miteinander gefunden werden. So ergeben sich im Projekt vielfältige Anknüpfungspunkte und Impulse für soziale Bezüge, Bindungen und Vernetzungen im Quartier.

 

Das ganze Gesundheits- und „Schaff-Konzept“ entwickeln wir gemeinsam mit dem Tübinger Institut für Gesundheitsförderung und Sozialforschung e.V., kurz X-IGS (ein gemeinnütziger Tübinger Verein) und dem Sozialwissenschaftlichen Institut Tübingen SOWIT.

Dabei kooperiert es eng mit Institutionen und Organisationen im Quartier und in der Stadt Tübingen: mit der Kirchengemeinde St. Michael, dem Asylzentrum, Lorettina e.V., Arbeitskreis Asyl Südstadt usw.

 

Advertisements